Grillpfanne Test: Die richtige Grillpfanne kaufen 11/2018


Wir haben verschiedene Grillpfannen getestet: Die Grillpfanne des französischen Herstellers Le Creuset* ist für uns die beste Grillpfanne. Wieso? Lesen Sie weiter:

Platz 1: Le Creuset Grillpfanne Signature 26x26 cm (quadratisch)

Filips Meinung:

Sie ist aus massivem Gusseisen, deshalb unverwüstlich und hat eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität. Die Signature-Grillpfanne von Le Creuset* ist für mich die beste Grillpfanne, weil sie tiefe Rillen hat, für Induktionsherde geeignet ist und hervorragende Brateigenschaften besitzt. Im Inneren der Pfanne befindet sich eine Emailleschicht, weshalb die Pfanne nicht eingebrannt werden muss (und nicht rostet). Die Grillstreifen sehen außerdem perfekt aus, egal ob auf grob geschnittenem Gemüse oder einem Stück Rindersteak. Die Pfanne ist in verschiedenen Farben verfügbar (auch klassisch in Schwarz)*.

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Platz 2: Lodge Grillpfanne 26 cm (rund)

Der beliebte US-Hersteller Lodge ist bekannt für das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis seiner Gusseisenprodukte. Simon ist großer Fan des Lodge Combo-Cookers (siehe Gusseisenpfannen Test). Die runde Grillpfanne von Lodge hat uns im Test überzeugt und ist eine gute und günstigere Alternative zur Le Creuset Signature.

Die Grillpfanne kommt bereits eingebrannt, ist für alle Herde (inkl. Induktion) geeignet und natürlich auch für den Backofen. Wir haben die runde Variante getestet, es gibt aber auch eine quadratische Variante, die nur minimal teurer ist (und knapp 3000 positive Bewertungen bei Amazon US hat)*. Ausgeprägte Rillen – tief genug und mit dem richtigen Abstand – sorgen für ein schönes Grillmuster.

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Platz 3: WMF Grillpfanne 27x27 cm (beschichtet)

Wenn Sie eine Grillpfanne mit Antihaftbeschichtung suchen, dann ist die WMF-Grillpfanne die richtige für Sie. Der Unterschied zu den Pfannen von Le Creuset und Lodge ist, dass diese Grillpfanne von WMF* ist aus Aluminium und nicht aus Gusseisen gefertigt wird und eine PTFE-Beschichtung hat.

Sie ist im Vergleich zu Gusseisenpfannen jedoch leicht und speichert dadurch Wärme nicht so gut. Die Reinigung ist durch die PTFE-Beschichtung und die flachen Rillen einfacher, wirklich markante Grillstreifen entstehen auf dem Bratgut bedingt durch die wenig ausgeprägten Rillen aber nicht. Beachten sollten Sie außerdem, dass die Pfanne nicht für Induktionsherde geeignet ist. Aufgrund der PTFE-Beschichtung (Teflon) sollte die Pfanne ohne Inhalt nicht zu stark vorgeheizt werden (nicht über 260° C), was für Grillpfannen aber durchaus sinnvoll ist.

Wenn Sie eine langlebige Grillpfanne suchen, raten wir Ihnen eher zu einer Pfanne aus Gusseisen von Le Creuset* oder Lodge* (letztere ist preislich vergleichbar mit der von WMF). Warum? Sie sind nachhaltigfunktionieren auf Induktionsherden und bieten eine bessere Wärmespeicherkapazität. Lesen Sie jetzt unseren vollständigen Testbericht zur beschichteten WMF Grillpfanne oder sehen Sie sich die Pfanne im günstigsten Online-Shop an (und lesen die knapp 350 positiven Bewertungen):*

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Kann eine Grillpfanne einen Gasgrill oder Holzkohlegrill ersetzen?

Lodge Grillpfanne hohe Rillen

Die wahrscheinlich wichtigste Frage, die Sie sich stellen:

Ist eine Grillpfanne eine gute Alternative, um den typisch rauchigen, leicht verbrannten Grillgeschmack zuhause in der Küche an ihr Gargut zu bringen?

Antwort: Ganz streng genommen: Nein, zumindest einen Holzkohlegrill werden Sie nicht durch eine Grillpfanne ersetzen können.

Aber halt!

Wir zeigen Ihnen einige Tricks, wie Sie sehr gute, rauchige Grillergebnisse mit Hilfe einer Grillpfanne in Ihrer Küche zuhause hinbekommen. Auch im Winter und bei Regen, wenn der Holzkohlegrill mal aus bleibt. Direkt zu den Grilltipps geht es hier: Rauchgeschmack in einer Grillpfanne erzeugen – so gehts!

Wozu braucht man eine Grillpfanne?

Aber bevor wir anfangen, in der Trickkiste zu kramen: Ist es überhaupt sinnvoll, sich eine Grillpfanne anzuschaffen?

Eine Grillpfanne gehört nicht zu den Pfannen, die Sie unbedingt zuhause haben müssen. Sie ist jedoch eine gute Ergänzung und kann insbesondere dann Sinn machen, wenn Sie noch keine andere Gusseisenpfanne besitzen. Außerdem kann eine Grillpfanne auch als schöne Servierpfanne genutzt werden.

Das Prinzip der Grillpfanne: Wie funktioniert sie?

In einer Grillpfanne befinden sich Rillen, die zwei Funktionen haben:

  1. Flüssigkeiten aus dem Gargut sowie Öl oder Fett fließen ab in die Zwischenräume zwischen den Rillen, das Gargut liegt nur auf den Rillen auf. In Kombination mit einer gut vorgeheizten Pfanne wird dadurch verhindert, dass das Gargut im eigenen Saft köchelt, sondern richtig brät. Ist die Pfanne heiß genug, verbrennt das Öl und es entsteht Rauch, der für Aromen im Bratgut sorgt.
  2. Durch die Rillen der Pfanne erhält das Gargut schöne Grillstreifen. Sie sind schön anzusehen und das Gargut ist an diesen Stellen etwas knuspriger.

Grillpfanne vs. flache Pfanne: Aus welcher schmeckt es besser?

Durch den geringen direkten Kontakt mit der heißen Pfannenoberfläche (außer den Rillen) findet die Maillard-Reaktion in der Grillpfanne nur begrenzt statt. Das Bratgut verkohlt nach einiger Zeit an den Stellen, an denen es auf den Rillen aufliegt. Das ist gewollt und erzeugt Aromen, die in einer flachen Pfanne so nicht reproduzierbar sind.

Aber: Die Maillard-Reaktion, also die Bräunung des Grillguts, ist jedoch hauptsächlich für den guten Geschmack verantwortlich und geschieht in einer Grillpfanne flächenmäßig deutlich weniger als in einer herkömmlichen, flachen Pfanne.1 Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie die Grillpfanne lange vorheizen und das Grillgut häufig wenden (z. B. alle 20 Sekunden), um die Temperatur beider Seiten des Grillguts hoch zu halten und so schneller eine stärkere Bräunung zu erreichen. Durch das häufige Wenden kann es aber passieren, dass die Grillstreifen nicht mehr so markant sind.

Was sind die Vorteile und Nachteile einer Grillpfanne?

Vorteile einer GrillpfanneNachteile einer Grillpfanne
Optik: schöne Grillstreifen am Gargutgeringere Gesamtbräunung (Maillard-Reaktion) als in flacher Pfanne
rauchigerer Geschmack im Vergleich zu herkömmlicher, flacher PfanneRauchentwicklung in der Küche, wenn die Pfanne stark aufgeheizt und lange damit gebraten wird
fettarmes BratenReinigung ist umständlich
Gargut köchelt nicht im eigenen Saft, sondern brätschwerer zu verstauen (eckige Form)
gute Wärmespeicherkapazität und gleichmäßige Wärmeverteilung (bei Gusseisen)hohes Gewicht
Grillpfannen aus Gusseisen sind sehr langlebig

Für diese Speisen ist die Grillpfanne geeignet

In einer Grillpfanne wird meist Gemüse oder Fleisch zubereitet, genauso wie auf einem Gas- oder Holzkohlegrill. Aber auch Fisch, Grillspieße, Grillkäse, Würstchen oder marinierter Tofu werden darin gut.

  • Welches Fleisch? Es gibt keine Einschränkungen, z. B. Rind, Lamm, Schwein, Hühnchen, Pute, oder auch Würstchen gelingen gut in der Grillpfanne.
  • Welches Gemüse? Besonders geeignet sind grob geschnittene (und marinierte) Zucchini, Aubergine, Paprika, rote Zwiebeln und grüner Spargel.

Grillpfanne: rund vs. eckig? Warum sind Grillpfannen eckig?

Obwohl runde Pfannen und entsprechend auch runde Herdplatten am weitesten verbreitet sind, sind Grillpfannen meist eckig.

Der Grund: Die Bratfläche bzw. Grillfläche soll vergrößert werden, um mehr Gargut nebeneinander zeitgleich zubereiten zu können.

Denn beim Grillen muss das Gargut nebeneinander liegen und kann nicht vermischt oder gehäuft werden2. Vergleichen wir die Fläche einer runden Grillpfanne mit der einer quadratischen, ergibt sich 21,5 % mehr Bratfläche in der eckigen Grillpfanne3.

Die eigentliche Frage: Mehr Bratfläche vs. bessere Wärmeverteilung

Da Gusseisen das typische Material für Grillpfannen ist, verteilt sich die Wärme auch bei eckigen Grillpfannen gut in die Randbereiche, wenn die Grillpfanne ausreichend vorgeheizt wird. Da das Material so dick ist, verziehen sich Gusseisenpfannen in der Regel auch nicht. Eine eckige Grillpfanne macht also Sinn, wenn Sie die Bratfläche vergrößern wollen.

Wer etwas weniger Bratfläche in Kauf nimmt, erhält mit einer runden Grillpfanne natürlich trotzdem eine bessere Hitzeverteilung, wenn jeder Teil der Pfanne direkt auf der runden Herdplatte aufliegt. Runde Grillpfannen lassen sich außerdem leichter zusammen mit anderen runden Pfannen stapeln.

Die Entscheidung ist also von Ihren persönlichen Bedürfnissen abhängig und beide Varianten haben Vorteile und Nachteile.

Diese runden Grillpfannen sind wirklich gut

Unsere Empfehlung für eine einfache, runde Grillpfanne ist das Modell von Lodge (26 cm)*, aber auch Staub* und Skeppshult* haben sehr gute, runde Modelle im Angebot. Welche Grillpfannen-Marken wir generell empfehlen, erfahren Sie etwas später in diesem Artikel.

Grillpfanne: Gusseisen oder Aluminium? Welches Material wählen?

Le Creuset Grillpfanne

Wir empfehlen Ihnen, eine gusseiserne Grillpfanne zu kaufen. Die beste Grillpfanne ist für uns die Le Creuset Signature*.

Diese Arten von Grillpfannen sind verbreitet:

Der Reihe nach: Grillpfannen aus Aluminium sind meist leicht und heizen relativ schnell auf. Sie speichern jedoch Wärme – bedingt durch die dünne Bauweise – nicht besonders gut. Sobald Sie das Gargut in die Pfanne legen, sinkt die Temperatur darin stark ab und es köchelt statt zu braten.

Dem könnte man entgegenwirken, indem die Pfanne stark vorgeheizt wird (und nur wenig Bratgut in die Pfanne gelegt wird). Das sollten Sie jedoch mit einer PTFE-beschichtete Grillpfanne nicht machen, da über 260° C schädliche Dämpfe entstehen können und die Beschichtung kaputt geht.

Aluminium- oder Edelstahlpfannen mit Keramikbeschichtung halten zwar hohe Temperaturen aus (Hersteller werben mit bis zu 400° C), die Beschichtung verliert aber sehr schnell an Antihaftwirkung und macht diese Pfannen deshalb nicht langlebig und nachhaltig. Mehr zum Thema Keramikpfannen (und wieso wir sie nicht empfehlen) finden Sie in diesem Artikel: Keramikpfannen Test.

Weitere Nachteile von Grillpfannen aus Aluminium sind:

  • oft wegen Plastikgriffen nicht backofenfest
  • meist nur geringe Ausprägung der Rillen und damit keine schönen Grillstreifen auf dem Gargut
  • einige Modelle nicht induktionsgeeignet (z. B. WMF Party*)

Eine Grillpfanne braucht keine Beschichtung

Gerade Mehl- und Eierspeisen haften gerne an. Diese werden in einer Grillpfanne jedoch nicht zubereitet, sondern nur wenig anhaftende Speisen wie Fleisch und Gemüse.

Weil das Grillgut nur auf den Rillen der Grillpfanne aufliegt, besteht weniger Kontakt zwischen Pfannenboden und Grillgut als in einer flachen Pfanne. Wenn die Pfanne dann auch noch ausreichend vorgeheizt wurde, dann haftet es unserer Erfahrung nach nicht an der Pfanne.

Deshalb sagen wir: Eine gute Grillpfanne ist aus Gusseisen und braucht keine Antihaftbeschichtung.

Sie ist außerdem backofenfest, sofern Sie sich nicht für ein Modell mit Holzgriff entscheiden.

Ein Nachteil ist das hohe Gewicht, das aber wegen der Wärmespeicherkapazität für uns eher ein Qualitätsmerkmal einer guten gusseisernen Grillpfanne ist.

Der einzig wahre Nachteil ist, dass Griffe aus Gusseisen schnell heiß werden (dafür hat aber z. B. Lodge eine Lösung: ein hitzebeständiger Silikonüberzug für den Griff*).

Und für viele Interessenten eines der wichtigsten Kriterien…

Grillpfanne auf Induktion

…nämlich, die Frage, ob die Grillpfanne überhaupt auf dem Induktionsherd funktioniert (und anschließend, welche Grillpfanne die beste für Induktion ist ?).

Die Frage lässt sich schnell beantworten: Gusseisenpfannen sind immer induktionsgeeignet, denn Eisen ist magnetisch.

Die beste Grillpfanne für Induktion ist die Le Creuset Signature*. Weitere empfehlenswerte Grillpfannen-Marken finden Sie weiter unten.

Worauf Sie achten müssen: Gusseiserne Pfannen müssen auf dem Induktionsherd langsam aufgeheizt werden (siehe nächster Abschnitt).

Braten mit der Grillpfanne: Wie benutze ich eine Grillpfanne richtig? So gehts!

Bratgut setzt sich fest
Das Grillgut haftet zunächst am Pfannenboden und löst sich dann wieder.
  1. Pfanne vorheizen: Starten Sie für 2 Minuten mit Stufe 3 von 9 und schalten Sie dann erst auf 6 von 9 und höher. Wir empfehlen generell eine Vorheizzeit von mind. 5 – 8 Minuten (abhängig von der Herdart). Verwenden Sie nicht die Booster-Funktion Ihres Induktionsherdes, da diese zu stark für herkömmliche Pfannen ist und zu Spannungen im Material führt.
  2. Bratgut trocken reiben: Je trockener das Bratgut ist, desto schneller wird es braten und desto weniger Energie geht verloren, um das Wasser an der Oberfläche des Bratguts aufzuheizen.4 Dazu nehmen Sie ein Stück Küchenpapier.
  3. Temperatur senken: Senken Sie die Temperatur nach der Vorheizzeit auf Stufe 6 von 9 (also 2/3 der Herdleistung).
  4. Öl oder kein Öl? Bei den hohen Temperaturen in einer Grillpfanne beginnt das Öl schnell zu verbrennen und zu rauchen. Das führt zu Grillaromen am Bratgut und kann gewollt sein, aber Sie können auch ohne Öl braten. Wenn Sie Öl verwenden wollen, dann greifen Sie zu hoch erhitzbarem Öl. Verteilen Sie das Öl gut in der Pfanne und lassen Sie es heiß werden.
  5. Nicht zu viel auf einmal: Spätestens wenn das Öl in der Pfanne leicht anfängt zu rauchen, sollten Sie das Bratgut einlegen. Damit die Temperatur in der Pfanne nicht zu stark absinkt, sollten Sie nicht zu viel Grillgut auf einmal einlegen und es nebeneinander legen (nicht häufen).
  6. Nicht zu schnell bewegen/wenden: Die Eiweiße des Bratguts gehen zunächst eine Verbindung mit dem Eisen des Pfannenbodens ein und kleben fest (siehe Foto oben). Wichtig ist, dass Sie nicht zu schnell versuchen, diese Verbindung zu lösen. Nach einer Minute (oder etwas länger) lässt sich das Bratgut viel einfacher lösen und wenden.
  7. Regelmäßig wenden? Wenn Sie schöne Grillstreifen erhalten möchten, sollten Sie das Grillgut nicht zu oft wenden. Für eine optimale Hitzeverteilung und Bräunung empfehlen wir jedoch das häufige Wenden (z. B. alle 20 Sekunden).

Grillpfanne einbrennen: Muss das sein?

Bevor es überhaupt ans Braten geht, müssen Eisenpfannen in der Regel eingebrannt werden. Die entstehende Patina sorgt für einen natürlichen Antihafteffekt und die Pfanne rostet nicht. Ist das mit der Grillpfanne aus Gusseisen genauso?

Antwort: Wenn die Grillpfanne eine Emailleschicht hat, nein. Die von uns empfohlene Le Creuset Grillpfanne ist innen mit Emaille überzogen und wird deshalb nicht rosten.

Wenn Sie eine unbeschichtete Gusseisen-Grillpfanne wie z. B. diese von Lodge haben, dann kommt sie bereits eingebrannt. Sie können weitere Einbrennvorgänge durchführen, um die Antihafteigenschaften noch zu verbessern. Unserer Erfahrung nach ist das bei Grillpfannen jedoch nicht notwendig.

Der Grund: Das Bratgut hat weniger Kontakt zum Pfannenboden als in einer flachen Pfanne und klebt deshalb nicht so stark an. Außerdem werden in einer Grillpfanne vor allem wenig anhaftende Speisen zubereitet.

Mehr zum Einbrennen erfahren Sie in diesem Artikel: Eisenpfanne einbrennen.

Rauchgeschmack erzeugen

Rauchgeschmack erzeugen

Ähnlich wie auf dem Gasgrill, Elektrogrill oder im Backofen entsteht in der Grillpfanne kein echter Rauchgeschmack (Grillaroma), wenn kein Holz bzw. keine Holzkohle verbrennt.

Wenn die Pfanne heiß genug ist, verbrennt das Öl, das sich in den Rillen der Pfanne sammelt und wird zu Rauch. Dieser gibt dem Grillgut etwas mehr des typischen Grillgeschmacks. Verglichen mit Grillgut vom Holzkohlegrill ist der Geschmack aber wenig intensiv.

Während man auf einem Gasgrill tatsächlich noch mit einer Räucherbox* und Räucherchips (Wood Chips)* echten Rauch erzeugen kann (einen guten Artikel dazu gibt es auf sizzlebrothers.de), muss man sich bei der Grillpfanne und für den Elektrogrill etwas anderes einfallen lassen. Oder haben Sie etwa Lust, Ihre Küche einzuräuchern? (wir nicht unbedingt).

Drei Methoden getestet: Grillgeschmack in der Grillpfanne erzeugen

Rauchgeschmack erzeugen
Diese drei Methoden haben wir getestet: Lapsang Souchong Tee (links), Liquid Smoke (mittig) und geräucherte Paprika als Gewürz (rechts)

Im Internet werden einige Methoden gezeigt (Artikel auf Englisch), wie man künstlich Rauchgeschmack erzeugen kann. Nachdem wir lange und intensiv recherchiert hatten, entschieden wir uns dazu, folgende drei Methoden zu testen. Uns war wichtig, dass sie

  • in jeder Küche anwendbar sind (es gibt zwar Indoor-Smoker, aber das würde den zumutbaren Aufwand übersteigen)
  • für Vegetarier & Veganer geeignet sind (das macht es spannender, oder? Ein Vorschlag war, vor dem eigentlichen Braten etwas Bacon anzubraten)
  • möglichst auf Zusatzstoffe verzichten (wir haben Liquid Smoke verwendet, der wirklich nur gefilterten Rauch und keinen Sirup o.ä. enthält)

Testaufbau und Ergebnis

Mit einem flachen Esslöffel Olivenöl und jeweils etwas des Räuchermittels haben wir drei gleich große Stücke Putenbrustfilet für 30 Minuten mariniert. Anschließend wurden alle drei in der gleichen Grillpfanne gebraten (aber so, dass sich die Marinade nicht vermischt hat).

Unsere Empfehlung (in dieser Reihenfolge):

  1. Liquid Smoke*: Wir haben uns für Flüssigrauch der bekannten Marke Painmaker (aus Hickory-Holz) entschieden*, da es sich um reines, gefiltertes Rauchkondensat ohne Zusätze handelt. Liquid Smoke wird gewonnen, indem Sägemehl (also echtes Holz) verbrannt und der kondensierende Rauch gesammelt wird. Flüssigrauch ist sehr intensiv und muss dezent eingesetzt werden. Sie kennen den Geschmack sicher schon aus handelsüblichen BBQ-Saucen. Ergebnis: Die Rauchnote ist lecker und gut wahrnehmbar; geschmacklich zwar nicht wie Holzkohle, aber von den drei getesteten Methoden die beste Zutat, wenn es rauchig werden soll. Menge: 12 Tropfen (auf einen Esslöffel Olivenöl).
  2. Lapsang Souchong Rauchtee*: Dieser Tee aus China wird über Feuer getrocknet und erhält deshalb eine intensive Rauchnote. Fein gemahlen ergibt er ein rauchiges Gewürz, das sich vielfältig einsetzen lässt. Im Fachhandel bei TeeGschwendner war der Tee nicht erhältlich, weshalb wir eine Bestellung im Internet empfehlen* (uns wurde jedoch empfohlen, den Tee in Bio-Qualität zu wählen). Ergebnis: Überraschend gut, feiner Geschmack und nicht zu kräftig, leicht rauchig, angenehm. Wem Liquid Smoke zu intensiv ist, der sollte den Rauchtee definitiv probieren. Menge: Ein flacher Teelöffel, gemahlen.
  3. Pimentón (de la Vera)*: Geräucherte Paprika, die zu einem Gewürzpulver gemahlen wird. Es gibt unzählige Abwandlungen solcher Gewürze, wie Rauchsalz oder geräucherte Chilis. Ergebnis: Sehr leichter rauchiger Geschmack, angenehm und lecker, aber nicht mit Holzkohlearomen vergleichbar. Man schmeckt, dass es nur ein Gewürz ist. Die Rauchnote ist im Vergleich zu Liquid Smoke oder Lapsang Souchong nicht intensiv. Menge: Ein flacher Teelöffel.

Anmerkung: Liquid Smoke wird gerne von selbsternannten, echten Grill-Profis belächelt, da der Rauchgeschmack schnell künstlich schmecken kann. Unser Tipp: Bestellen Sie einfach alle drei Zutaten und probieren Sie sie selbst aus. Die Zutaten sind nicht teuer und Geschmäcker bekanntlich verschieden. Denkbar wäre auch, die verschiedenen Gewürze in einer selbst gemischten Marinade zu vereinen.

Fazit

Insgesamt waren wir überrascht, wie lecker das Ergebnis aus der Kombination dieser Gewürze mit einer Grillpfanne wird. Wie eingangs erwähnt, sollte klar sein, dass der Holzkohlegeschmack so nicht herbeigeführt werden kann. Wenn gerade aber kein Grill zur Verfügung steht, ist das eine sehr gute Alternative, um nah an Grillaromen heran zu kommen.

Von Pfannenhelden.de empfohlene Grillpfannen-Marken

Diese Grillpfannen sind alle aus Gusseisen. Wir haben sie noch nicht selbst getestet, sind aber von ihrer Qualität überzeugt:

Grillpfanne reinigen

Die Reinigung der Grillpfanne ist mit einer Bürste und etwas warmen Wasser am einfachsten. Lassen Sie die Pfanne nach dem Braten etwas abkühlen. Dann können Sie mit der Bürste Verkrustungen und Reste aus den Rillen entfernen.

Sie können die Pfanne auch mit etwas Wasser füllen und nochmals auf den Herd stellen, um hartnäckige Reste kurz aufzukochen und aufzuweichen. Die Pfanne sollte jedoch nicht direkt nach dem Braten mit kaltem Wasser abgeschreckt werden.

Lassen Sie eine (unbeschichtete) gusseiserne Grillpfanne jedoch nicht zu lange in einem Wasserbad, da sie sonst rosten kann. Nach der Reinigung sollten Sie die Pfanne leicht einölen.


Haben Sie schon Erfahrungen mit Grillpfannen gemacht oder Tipps, um Rauchgeschmack zu erzeugen? Schreiben Sie uns dazu gerne weiter unten einen Kommentar!

Fußnoten

  1. Vgl. https://www.seriouseats.com/2013/06/ask-the-food-lab-do-grill-pans-actually-mimic-grilling.html
  2. Vgl. https://www.tastingtable.com/cook/national/what-is-a-grill-pan-best-grill-pans
  3. ausgehend davon, dass der Durchmesser der runden Pfanne der Seitenlänge der quadratischen Pfanne entspricht. Beispiel: Eine runde Pfanne mit Durchmesser d = 26 cm hat eine Fläche von 530,929 cm2, eine quadratische Pfanne mit Seitenlänge s = 26 cm eine Fläche von 676 cm2. Die runde Pfanne hat nur 78,54 % der Fläche der quadratischen Pfanne.
  4. „Pat the food dry before you grill it so that the heat goes right into the food and not into the work of boiling surface moisture.”, aus Modernist Cuisine at Home, S.46